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19.03.2018

Schlagfertig und kämpferisch: Leipzig liest 2018

Vier starke Autorinnen trotzten dem Wintertreiben beim diesjährigen Leipzig liest im Nikolai-Eck.

Dies war schon am ersten Tag übervoll – Sibylle Kuhne startete mit Gedichten und Texten von Rainer Maria Rilke in ihrer Lesung „Du, Nachbar Gott“. Die Schauspielerin und Sprecherin wurde von Jana Hellem an der Flöte und Sebastian Korth an der Violine begleitet.

Im Anschluss las Bloggerin Mareice Kaiser aus ihrem Roman „Alles inklusive. Aus dem Leben mit meiner behinderten Tochter“. Sie erzählte offen und kämpferisch von der Unplanbarkeit des Lebens, vom Alltag zwischen Krankenhaus und Kita, ungewollten Rechtfertigungen und bürokratischem Irrsinn. Bis zur Tür standen die Zuhörer. Ein reger Austausch entwickelte sich nach der Lesung, die in die Deutsche Gebärdensprache übersetzt wurde.

Mit lyrischen Miniaturen begann Petra Ng’uni  den zweiten literarischen Tag. Der Gedichtband „lebens-weise“ enthält neben starker und hoffnungsvoller Lyrik auch Fotografien Ng‘unis. Religion, Frieden, Flucht und Migration verarbeitet die Sozialarbeiterin auf treffende und poetische Weise.

Zum Abschluss brachte Laura Gehlhaar die Zuhörer mit ihrem selbstironischen und unterhaltsamen Bericht zum Schmunzeln. „Kann man da noch was machen? Geschichten aus dem Alltag einer Rollstuhlfahrerin“ beschreibt provokant und schlagfertig ein Leben auf Rädern. Dummen Sprüchen entgegnet die Sozialpädagogin, Bloggerin und Aktivistin selbstbewusst und reflektiert: „Ich sehe die Dinge aus einer anderen Perspektive. Und das macht es interessant.“ Die Lesung wurde in die Deutsche Gebärdensprache übersetzt.

Mehr Infos zu den Lesungen der BBW-Leipzig-Gruppe im Rahmen von Leipzig liest: http://www.bbw-leipzig.de/aktuelles/leipzigliest/